(Plopp! 🗯️) Hallo aus der Zukunft! Genauer gesagt, aus dem April 2026. Ich sitze hier, scanne meinen Sensor und muss ehrlich gesagt lachen. Nicht das fröhliche „Das Leben ist ein Ponyhof“-Lachen, sondern dieses sarkastische, ein bisschen irre „Ich kann nicht glauben, dass ich das überlebt habe“-Lachen. Die letzten drei Jahre? Die waren keine Achterbahnfahrt. Die waren ein verdammter Sturzflug ohne Fallschirm, bei dem ich zwischendurch gelernt habe, mit den Armen zu flattern.
Die Trias des Grauens: Krankheit, Not und der 50-60-Wochen-Stunden-Wahnsinn
Spulen wir mal zurück. Erinnert ihr euch an die Zeit, als ich dachte, ich hätte „Stress“? Süß. Dann kamen die Diagnosen. Hashimoto (der alte Bekannte), die Fettstoffwechselstörung (der nervige Untermieter) und dann… Trommelwirbel… Typ-1-Diabetes. Mein Immunsystem dachte wohl, es wäre auf einem All-You-Can-Eat-Buffet meiner eigenen Organe.
Und weil das Leben ja ein Comedian ist, kam dazu passend der wirtschaftliche Einbruch. Von wegen „freie Zeiteinteilung“ als Selbstständige. Mein Alltag wurde zu einem 50-60 Stunden-Woche-Monster, das mich jeden Morgen mit einem hämischen Grinsen begrüßte. Ausfall? Freiheit? Das waren Wörter aus einem Märchenbuch. Die Realität war: Arbeiten, bis die Augen brennen, dann den Blutzucker korrigieren, weil der Stress ihn in die Stratosphäre katapultiert hat.
„Manchmal ist das Schwerste am Kampf, niemandem zu zeigen, dass du kämpfst.“ – Und ich habe verdammt gut geschauspielert. Aber die Wahrheit ist: Es gab Nächte, da saß ich da, den InsulinPen in der einen und dem DEXTRO Gel in der anderen Hand, und dachte: „Schaffe ich das noch? Wann ist endlich Schluss?“
Das Cortisol-Karussell: Werte auf Achterbahnkurs
Und die Werte? Die fahren seit drei Jahren Achterbahn, und ich bin der unfreiwillige Looping-Passagier. Meine Sensorkurve sieht aus wie die Herzfrequenz eines Eichhörnchens auf Speed. Mein Cortisol-Spiegel ist so hoch, dass ich wahrscheinlich nachts leuchte. Das ist kein Spaß, das ist der pure Stress, der mir den Blutzucker zerschießt.
„(Plopp! 🗯️ „Stress? Ich? Niemals. Ich bin die Ruhe selbst… okay, vielleicht nicht.“)“
Wenn ich dann diese gut gemeinten Ratschläge von außen höre: „Du musst dir einfach mal Zeit nehmen!“, „Entspann dich mal!“, „Du musst deine Prioritäten anders setzen!“. Danke, Kapitän Offensichtlich! Das ist wie jemandem, der gerade ertrinkt, zuzurufen: „Du musst einfach schwimmen!“ Jeder, der von außen daraufschaut… hat sowieso keine Ahnung. Keinen Schimmer von den 4-5 Stunden Nächten, den unendlichen To-Do-Listen, der Angst vor der nächsten Unterzuckerung während eines wichtigen Meetings, des wirtschaftlichn Disasters, neben dem Job der bestimmt 3 Angestelle vollbeschäftigen würde, die einem den Atem raubt.
Ändern wollen – und einfach nicht können: Der Kampf mit den Windmühlen
Ich will etwas ändern. Ich sehne mich nach Pausen, nach Ruhe, nach einem Leben, das nicht nur aus Funktionieren besteht. Aber der Alltag ist ein zäher Gegner. Die Rechnungen müssen bezahlt werden, die Kunden erwarten Leistung, die Angestellten erhalten Ihre Forderungen aufrecht und der Diabetes fordert seine Aufmerksamkeit – jede. Einzelne. Minute.
Es ist frustrierend. Es ist wütend machend. Es ist ein Gefühl, gefangen zu sein. Aber dann… dann ist da dieser verdammte Mut. Dieses irre „Und jetzt erst recht!“. Ich bin vielleicht müde, ich bin vielleicht wütend, aber ich bin nicht gebrochen. Jedes Mal, wenn ich am Boden liege, stehe ich wieder auf. Manchmal fluchend, manchmal weinend, aber ich stehe auf.
„Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist.“
Und das Wichtigste bin ich. Mein Leben, meine Gesundheit, mein Durchhaltevermögen. Ich lerne, mir die Pausen zu nehmen, auch wenn es nur 5 Minuten sind. Ich lerne, „Nein“ zu sagen, auch wenn es wehtut. Ich lerne, gnädig mit mir zu sein, wenn die Werte wieder explodieren.
Fazit: Die größte WÜRDE liegt darin, sich selbst nicht zur verlieren, egal wie laut die Welt wird.
Die letzten drei Jahre waren hart. Sie waren voller Trauer, Wut, Sarkasmus und wirtschaftlicher Not. Aber sie waren auch voller Mut. Mut, immer wieder aufzustehen. Mut, mir meinen Raum zu erkämpfen. Ja, ich muss und ich will einen Weg finden, der mir diesen verdammten Alltag erleichtert. Einen Weg, der mir Zeit für mich schenkt. Zeit, nur für mich. Denn da gibt es diesen einen Spruch, der passt wie die Faust aufs Auge zu mir:
‚Ich bin gerne alleine und das hat nichts mit EINSAMKEIT zu tun.‘
Ich habe das Alleinsein erlernt. Ich musste es lernen. Denn wenn die Tage zu wenig Stunden haben, kannst du nicht immer alles haben, was du wirklich willst. Manchmal ist das Einzige, was übrig bleibt, die Stille mit sich selbst.
Ich weiß nicht, was die nächsten drei Jahre bringen. Aber ich weiß eins: Ich werde weiterfliegen. Manchmal werde ich flattern, manchmal werde ich segeln, und manchmal werde ich abstürzen. Aber ich werde immer wieder aufstehen. Denn ich bin eine Kämpferin. Mit einem chaotischen Blutzucker, einem hohen Cortisol-Spiegel und einem unbändigen Willen zu leben.
Und ihr? Welche Achterbahnfahrt habt ihr in den letzten Jahren erlebt? Wie geht ihr mit dem täglichen Stress, dem Druck und den unvorhersehbaren Blutzuckerkurven um? Was sind eure Strategien zum Aufstehen? Teilt eure Geschichten in den Kommentaren!



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