– Mein ultimativer Nervenkitzel-Trip!
(Plopp! 🗯️) Ihr Lieben, haltet euch fest! Während ihr das lest, sitze ich wahrscheinlich schon auf gepackten Koffern – oder eher: auf einem gigantischen Berg von Insulin, Sensoren und Traubenzucker. Denn es geht los! Meine erste Geschäftsreise in ein fernes Land steht an, und zwar nicht irgendwohin, sondern ins Land der aufgehenden Sonne, der Kirschblüten und der… sagen wir mal, sehr vielen, sehr unbekannten Kohlenhydrate: Japan!
Und ja, ich gebe es offen zu: Ich bin unglaublich aufgeregt! Nicht nur wegen der 12+ Stunden Flug (wer braucht Schlaf, wenn man Diabetes hat, oder?!), sondern vor allem wegen der Zeitverschiebung und der damit verbundenen Umstellung meines Langzeitinsulins. Das ist keine kleine Verschiebung von einer Stunde, das ist ein Zeitsprung, der meinen kompletten Insulinplan auf den Kopf stellt. Mein Diabetologe hat mir einen Plan mitgegeben, aber ehrlich gesagt, fühlt es sich an, als würde ich eine Bedienungsanleitung für ein Raumschiff lesen, kurz bevor ich selbst ins Cockpit steige.
Die große Unbekannte: Kann ich das überhaupt?!
Normalerweise bin ich diejenige, die nach jeder gemeisterten Diabetes-Herausforderung triumphierend die Faust in die Luft reckt. Aber jetzt? Die Gedanken kreisen:
- Der lange Flug: Wie schütze ich mein Insulin vor Hitze? Passt alles ins Handgepäck? Werde ich die Security wieder von der Harmlosigkeit meiner Nadeln überzeugen müssen? Und wie oft muss ich auf Toilette, um zu spritzen, ohne meine Sitznachbarn zu irritieren?
- Jetlag-Chaos: Mein Körper muss sich an die neue Zeit gewöhnen, und mein Diabetes macht da ja gern mal nicht mit. Wird mein Zucker Achterbahn fahren, während ich versuche, Meetings in einer mir fremden Zeitzone zu koordinieren?
- Essens-Rätsel Japan: Sushi, Ramen, Tempura – ich freue mich riesig! Aber wie zur Hölle schätze ich die Kohlenhydrate ein, wenn ich die Zutatenliste nicht lesen kann und alles so filigran und anders aussieht? (Plopp! 🗯️ „Ist das jetzt Reis oder doch nur Luft?“) Meine WETID App wird glühen!
- Sprachbarriere: Wenn der Blutzucker im Keller ist und ich stotternd „Traubenzucker!“ rufen muss, während die Japaner mich nur freundlich anlächeln – da sehe ich mich schon in einem Film!
Es ist ein Mix aus Vorfreude, Abenteuerlust und einer gehörigen Portion Respekt vor dieser neuen Herausforderung. Ich habe viel vor, ja. Aber kann ich das auch meistern?
Ich will euch zeigen und natürlich auch mir selbst beweisen, dass Diabetes uns vielleicht auf eine andere Art reisen lässt, aber er uns nicht davon abhalten kann, die Welt zu entdecken und uns neuen Herausforderungen zu stellen.
„Das Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone.“ – Und meine Komfortzone wird gerade mit 12 Stunden + Flug , der Zeitverschiebung und einer kompletten Blutzucker-Umbaukur neu definiert.
Also, drückt mir die Daumen! Japan, ich komme – mit meinem Insulin, meinem Sensor und einer riesigen Portion Neugier.
Wish me luck! I do it!
Habt ihr schon Erfahrungen mit Fernreisen und Diabetes gemacht? Oder welche Ängste oder Fragen habt ihr, wenn ihr an so einen Trip denkt? Ich bin gespannt auf eure Tipps und aufmunternden Worte!


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